Steuerliche Gesichtspunkte

1. Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. (Gesellschaft) sowie sämtliche von ihr verwalteten Stiftungen sind vom Finanzamt wegen För­derung der Allgemeinheit auf dem Gebiet der Forschung und Wissenschaft als ge­meinnützig anerkannt.

2.
Zuwendungen und Beiträge an die Gesellschaft sowie Zuwendungen, Beiträge und Dotationen für die Stiftungen sind beim Zuwendenden (natürliche Personen) bis zur Höhe von insgesamt 20 % des Gesamtbetrages der Einkünfte oder 4 vom Tausend der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter einkommensteuerlich abzugsfähig.

3.
Juristische Personen hingegen können 20 % des Einkommens oder 4 vom Tausend der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter steuerlich geltend machen.

4.
Großspenden, die über diese Grenzen hinausgehen, können im Jahr der Zuwendung im Rahmen der vorgenannten Höchstbeträge abgezogen werden, der verbleibende Teil fünf Jahre vorgetragen werden.

5.
  Zuwendungen, die von einer natürlichen Person in den Vermögensstock einer Stiftung (Neugründung und Zustiftung) geleistet werden, können im Jahr der Zuwendung und in den folgenden neun Veranlagungszeiträumen nach Antrag des Zuwendenden bis zu einem Betrag von 1.000.000 € neben den als Sonderausgaben zu berücksichtigenden Zuwendungen und über den oben genannten zulässigen Umfang hinaus abgezogen werden. Dieser besondere Abzugsbetrag kann innerhalb von zehn Jahren nur einmal in Anspruch genommen werden.

6.
Unternehmen (natürliche und juristische Personen) können Wirtschaftsgüter (nicht Nutzungen und Leistungen) mit dem Buchwert entnehmen, wenn sie diese un­mit­telbar im Anschluss an die Entnahme der Gesellschaft oder einer von ihr verwalteten Stiftung unentgeltlich übertragen. In diesem Fall wird eine Steuerpflicht (Aufdeckung stiller Reserven) vermieden.

7. Zuwendungen an die Gesellschaft oder an von ihr verwaltete Stiftungen sind sowohl von der Erbschaftsteuer als auch von der Schenkungsteuer befreit.

8. Bereits entstandene Erbschaft- und Schenkungsteuer erlischt mit Wir­kung für die Vergangenheit, soweit Vermögens­gegenstände, die aufgrund einer Erbschaft oder einer Schenkung erlangt worden sind, inner­halb von 24 Monaten der Gesellschaft oder einer von ihr verwalteten Stiftung zugewendet werden.

9. Darüber hinaus können sowohl Erbschaftsteuer wie auch Schenkungsteuer durch Übertragung von wissen­schaft­lichen Sammlungen, Bibliotheken, Handschriften, Archiven oder Kunstgegenständen und -sammlungen an den Fiskus getilgt werden, wenn deren Erwerb wegen ihrer Bedeutung für Wissenschaft, Geschichte und Kunst im öffentlichen Interesse liegt.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenIrene Schrader / GFFU